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Auf der sicheren Seite

Bei der beruflichen Vorsorge (BVG), deren Ziel es ist, die Weiterführung der gewohnten Lebenshaltung nach der Pensionierung zu ermöglichen, sind obligatorisch nur Arbeitnehmende versichert, deren Lohn den Betrag von drei Vierteln der maximalen Vollrente der AHV übersteigt. Andere Arbeitnehmende und Selbständigerwerbende können sich freiwillig der beruflichen Vorsorge anschliessen. Die Finanzierung der beruflichen Vorsorge erfolgt im Kapitaldeckungsverfahren. Das heisst, dass jede versicherte Person individuell ihr eigenes Alterskapital anspart, das im Leistungsfall für die Rentenzahlung verwendet wird.

Versicherte Personen

Arbeitnehmende, die einen Jahreslohn von mehr als CHF 21‘150 (für das Jahr 2017) beziehen, unterstehen der obligatorischen Versicherung. Dies ab dem 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres für die Risiken Tod und Invalidität, und ab dem 1. Januar nach Vollendung des 24. Altersjahres auch für das Alterssparen. Ist der Arbeitnehmende weniger als ein Jahr lang bei einem Arbeitgeber beschäftigt, so gilt als Jahreslohn derjenige Lohn, den er oder sie bei ganzjähriger Beschäftigung erzielen würde.

Für Angestellte von Temporärfirmen gilt: Unter bestimmten Bedingungen läuft die Versicherung ab sofort. Nämlich dann, wenn der ununterbrochene Einsatz 13 Arbeitswochen überschreitet, wenn der Vertrag auf unbestimmte Dauer oder auf mehr als drei Monate abgeschlossen wird, falls der Arbeitnehmende Unterstützungspflichten gegenüber Kindern hat oder ganz allgemein auf Verlangen des Arbeitnehmers. Falls sich, trotz einer ursprünglich vorgesehenen kürzeren Dauer, der Einsatz über die 13. Woche hinauszieht, erfolgt die Aufnahme ins BVG ab der 14. Woche (dabei werden sämtliche innerhalb von 12 Monaten geleisteten Einsätze beim gleichen Arbeitgeber zusammengezählt). Gleiches gilt für den Fall, dass mit derselben Temporär-Firma eine Einsatzverlängerung vereinbart wird, und die ursprüngliche Arbeitszeit zusammen mit der Verlängerung die Dauer von 13 Wochen überschreitet.

Merkblatt Ergänzendes Merkblatt für Arbeitgeber von Temporären (PDF)

Versicherter Lohn für das Jahr 2017

Versichert ist der Jahreslohn zwischen 24‘675 und 84‘600 Franken. Dieser sogenannte versicherte Lohn beträgt maximal 59‘925 Franken. Für Arbeitnehmende mit einem Jahreslohn zwischen 21‘150 und 28‘200 Franken wird ein Lohn von 3‘525 Franken versichert. Selbstverständlich steht es dem Arbeitgeber frei, seine Mitarbeitenden überobligatorisch zu versichern. In diesem Fall fallen der Koordinationsabzug und/oder die BVG-Lohn-Obergrenze weg.

Pensionable Salary Graph

Altersleistungen

Spätestens ab dem 1. Januar nach dem 24. Geburtstag wird das Kapital für die Altersleistungen aufgebaut. Die gesetzliche Sparskala steigt altersabhängig und stufenweise an. Selbstverständlich ist der Arbeitgeber frei, seine Mitarbeitenden überobligatorisch zu versichern. Das bedeutet, dass die Sparskala höhere als die gesetzlichen Leistungen aufweist, oder dass Schranken wie Koordinationsabzug und BVG-Lohn-Obergrenze nicht berücksichtigt werden.

Die Altersleistungen werden mit dem vom Bundesrat festgelegten Satz von zurzeit 1 Prozent p.a. verzinst. Das Altersguthaben erhöht sich um die Altersgutschriften, die eingebrachten Freizügigkeitsleistungen, Einkäufe, Zinsen und Überschussanteile der Stiftung. Vermindert wird das Alterskapital durch Vorbezüge im Rahmen der Wohneigentumsförderung (WEF) oder aufgrund von Teilauszahlungen infolge Scheidung oder infolge teilweiser Pensionierung.

Bei Pensionierung im Jahr 2017 im Alter 65 (Männer) bzw. 64 (Frauen) wird das vorhandene Altersguthaben mit dem umhüllenden Umwandlungssatz von 6,4 Prozent in eine lebenslängliche Rente umgewandelt. Das bedeutet, dass ein Altersguthaben von 100‘000 Franken einer jährlichen Rente von 6‘400 Franken entspricht.
Ab 01.01.2018 beträgt der umhüllende Umwandlungssatz 6.0% .

Retirement Benefits Graph

Leistungen bei Invalidität

Invalidenrente

Eine Invalidität liegt vor, wenn die versicherte Person durch ärztlichen Befund objektiv nachweisbar wegen Krankheit oder unabsichtlicher Körperverletzung ganz oder teilweise ihren Beruf oder eine andere ihrer Lebensstellung, ihren Kenntnissen und Fähigkeiten angemessene Erwerbstätigkeit nicht mehr ausüben kann, d.h. im Sinne der eidgenössischen IV invalid ist. Die Invalidenrente wird nach einer Wartefrist von 12 Monaten ausbezahlt. Besteht eine kollektive Krankenversicherung, wird die Wartefrist auf 24 Monate ausgedehnt. Die Höhe der vollen Invalidenrente entspricht der Summe des vorhandenen Altersguthabens und der zukünftigen Altersgutschriften (ohne Zins), multipliziert mit dem gültigen Umwandlungssatz. Da sich das vorhandene Altersguthaben vermindern kann, versichern viele Arbeitgeber ihre Arbeitnehmenden mit einer fixen Quote des versicherten oder effektiven Lohns.

Invaliden-Kinderrente

Wer eine Invalidenrente bezieht und Kinder hat, welche jünger als 18 oder in Ausbildung sind, hat Anspruch auf eine Invaliden-Kinderrente. Der Anspruch erlischt jedoch spätestens mit dem 25. Altersjahr des Kindes. Die Höhe der gesetzlichen Invaliden-Kinderrente beträgt pro anspruchsberechtigtes Kind 20 Prozent der gesetzlichen Invalidenrente. Den Arbeitgebern ist es freigestellt, eine höhere Invaliden-Kinderrente zu versichern.

Beitragsbefreiung

Bei Arbeitsunfähigkeit ab einer Wartefrist von 3 Monaten sind keine Beiträge mehr zu bezahlen. Der Vorsorgeschutz bleibt erhalten.

Leistungen im Todesfall

Ehegatten- oder Partnerrente

Stirbt eine versicherte Person, so hat der überlebende Ehegatte gesetzlichen Anspruch auf eine Ehegattenrente in der Höhe von 60 Prozent der Invaliden- oder Altersrente. Der geschiedene Ehegatte ist unter gewissen Voraussetzungen ebenfalls anspruchsberechtigt. Bei der pensionskasse pro ist die eingetragene Partnerschaft, sofern der pensionskasse pro gemeldet, der Ehe gleichgestellt. Der Arbeitgeber kann höhere Renten versichern.

Waisenrente

Eine Waisenrente wird in der Regel fällig, wenn eine versicherte Person stirbt und Kinder hinterlässt, die jünger als 18 sind. Wenn die Kinder noch in Ausbildung sind, erhöht sich das mögliche Bezugsalter für eine Waisenrente auf 25 Jahre. Der gesetzliche Anspruch liegt bei 20 Prozent der Invaliden- oder Altersrente pro Kind. Der Arbeitgeber kann höhere Leistungen versichern.

Todesfallkapital

Ein Todesfallkapital wird fällig, wenn keine Ehegatten- oder Partnerrente ausbezahlt werden muss oder ein zusätzliches Todesfallkapital versichert wird.

Finanzierung

Der Gesamtbeitrag setzt sich aus den Beiträgen für die Altersgutschriften, den Kosten für die Risiken Invalidität und Tod sowie einem Verwaltungskostenbeitrag zusammen. Im Verwaltungskostenbeitrag sind die Beiträge an den Sicherheitsfonds BVG und jene zur Anpassung der gesetzlichen Hinterlassenen- und Invalidenrenten an die Teuerung enthalten. Die Beiträge des Arbeitgebers müssen mindestens gleich hoch sein wie die Aufwendungen aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zusammen.

Vorsorgepläne

Wir bieten Ihnen massgeschneiderte, auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmte Vorsorgelösungen an.

Persönlicher Vorsorgeausweis

Jedes Jahr erhalten Sie von Ihrem Arbeitgeber Ihren persönlichen Vorsorgeausweis. Dieser enthält wichtige Informationen über Ihre persönliche Absicherung bei Erreichen des Pensionsalters und im Falle von Invalidität und Tod. Nutzen Sie unsere Erläuterungen, um mehr über Ihre persönliche Vorsorgesituation zu erfahren.

Kontaktieren Sie uns. Wir helfen Ihnen gerne im Rahmen eines persönlichen Gesprächs weiter.

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